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Python regius

Der deutsche Name "Königspython" ist die Übersetzung des wissenschaftlichen Artnamens Python regius. Die wissenschaftliche Bezeichnung eines Tieres setzt sich aus dem Gattungsnamen und dem Namen der jeweiligen Art zusammen. Die Gattung wird vorangestellt und groß geschrieben, in diesem Fall "Python" Der Artname wird wohingegen klein geschrieben, hier "regius". Regius leitet sich vom lateinischen Wort "rex" ab, was "König" bedeutet, während Python der Name einer Schlange oder eines Drachens der griechischen Mythologie ist und in diesen Tagen die Gattung der Pythonschlangen bezeichnet. Im Englischen ist "Ball Python" häufiger als "Royal Python" für Python regius im Gebrauch. Der Name "Ball Python" ist ein Hinweis auf das typische Abwehrverhalten der Königspythons, bei dem das Tier seinen Körper praktisch zu einem Ball zusammenrollt..

Der Königspython kommt in Westafrika, von Senegal bis zur Elfenbeinküste und in weiten Teilen Zentralafrikas vor.
Er lebt in Savanne, Busch und offenen Wäldern, wo er sich meistens in der Nähe von Wasser aufhält.

Länder in denen der Königspython vorkommt:

Uganda
Kongo
Senegal
Gambia
Sierra Leone
Elfenbeinkuste
Ghana
Togo
Benin
Zaire
Sudan
Burkina Faso
Kamerun
Niger
Nigeria

Der Körperbau eines Königspythons ist typisch für den der Riesenschlangen. Auf den ersten Blick erscheint er eher plump, ist aber eher schlank und muskulös. Adulte Königspythons erreichen eine durchschnittliche Körperlänge von 120-130cm. Allerdings soll es auch schon Exemplare mit einer Gesamtlänge von 200cm gegeben haben. Das Gewicht eines adulten Tieres liegt zwischen 1200 und 1800 Gramm.
Ein Königspython kann bei entsprechender Haltung und Pflege ein Alter von über 20 Jahren erreichen. In der Literatur wurden jedoch auch schon Fälle beschrieben, in denen ein Königspython über 40 Jahre alt wurde.
Die Grundfarbe ist schwarz bis braun mit gelb bis beiger Zeichnung. Sehr auffällig ist seine parallel, von der Nase über die Augen bis hinter den Kopfansatz, gezogene helle Streifung. Der Bauch ist cremefarben.

Der Königspython ist an und für sich ein einfacher Pflegling. Er kann, was die Nahrungsaufnahme angeht, jedoch sehr stur und eigen sein. So ist es keine Seltenheit, dass ein Königspython nach einem Ortswechsel (neues Terrarium) über Monate hinweg das Fressen verweigert. Genauso sind sie bei der Wahl ihrer Nahrungsmittel oft sehr wählerisch.
Über kaum eine andere Schlangenart liest man in diversen Foren so viel über Fütterungsprobleme und Todesfälle, was häufig auf völlige Unwissenheit der Halter zurückzuführen ist. Die immer noch in Massen verkauften Farmzuchten aus Ghana und Benin tragen ihren Teil dazu bei.
Wer sich jedoch vor der Anschaffung intensiv mit diesen Tieren beschäftigt, und sein Tier von einem seriösen Züchter kauft, wird viel Freude an seinem Python regius haben.

Das Terrarium für den Königspython darf gut und gerne die Masse 150x60x80cm für ein Pärchen oder eine Dreiergruppe aufweisen. Natürlich kann die Grundfläche grösser gewählt werden. Die Höhe sollte aber das oben stehendes Mass nicht überschreiten,da die Tiere eher tollpatschige Kletterer sind und nicht selten stürzen.
Die Temperatur sollte während der kühlen Trockenperiode die in unsere mitteleurpäischen Wintermonate von Nov. - Jan. fällt tagsüber 23-28°C betragen bei einer lokalen Maximaltemperatur von ca.30°C und nachts auf auf etwa 20°C absinken.Die relative Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber 55-65% betragen und nachts auf 70-80% erhöht werden.Dies erreicht man durch ausgiebiges sprühen mit lauwarmen Wasser kurz bevor die Beleuchtung im Terrarium abgeschaltet wird.Liegen die Luftfeuchtigkeitswerte niedriger als angegeben kommt es zu Häutungsschwierigkeiten der Schlangen.
Der Rest des Jahres sind Tagestemperaturen von 26-32°C bei einer maximalen Lokaltemperatur von 35°C zu empfehlen und Nachttemperaturen von 23-25°C.Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 65-75% tagsüber liegen und nachts Werte von 80-90% erreichen.

Den Wasserbehälter zum Baden zu benutzen ist für einen Königspython untypisch. Meist leidet er dann an Milben oder es ist zu Trocken, wenn er übermäßig viel badet.
Es sollten viele Klettermöglichkeiten gegeben sein, aber am besten nicht höher als 100 cm, das der Python regius kein guter Kletterer ist und sich sonst verletzen könnte.
Echte Pflanzen sind zwar gut für die Luftfeuchtigkeit, eignen sich aber nicht besonders gut, weil sie immer zerstört werden. Am besten eignen sich Kunststoffpflanzen, die die Feuchtigkeit auch halten können.
Ganz wichtig ist auch eine große Höhle als Versteckmöglichkeit, damit sich die Schlange nicht wie auf einem Präsentierteller fühlt und auch mal einen schattigen Platz bevorzugen kann.

Zu seiner Nahrung zählen kleine Säuger(Mäuse etc.) aber auch ab und an kleine Vögel, die er durch Erwürgen tötet. Der Königspython ist ein Lauerjäger.. Ein ausgewachsener, gut genährter Python könnte um zwei Jahre ohne Nahrung auskommen. Der Python verdaut seine Nahrung je nach Aktivität, schneller oder langsamer, wobei er seine Körpertemperatur anpasst und so seinen Metabolismus der Umgebung anpasst. Die Verdauung erfolgt über den Darm in 2 Phasen. Die erste Phase ist der Urin, der sich in einer harten weissen Masse zeigt, die restliche Verdauung ist wie bei uns auch in einer zähen Masse zu erleben.


Vom Königspython werden seit langer Zeit auch Farbzuchten angeboten, hier mal ein paar Beispiele:

Piebald  Spider  Albino 
Mojave  Lesser  Ghost 
Ivory  Caramel  Snow