Boa constrictor imperator "Bahia Island"
La Bahia Boa
Die Bahia-Island-Boa und werden oftmals als La Bahia-Boas angeboten. Diese Boas sind größer und massiger als die Festlandform , die Weibchen erreichen häufig die 2m Marke und werden deutlich schwerer ( Stöckl 2007). Sie besitzen einen sehr gedrungenen Kopf, der Übergang zum Nacken ist oftmals rostrot gefärbt.
Genauso wie die Hog Island sind die La Bahia Inseln eine Inselgruppe vor Honduras.
Die Hauptinseln Utila, Roatan und Guanaja der Islas de la Bahía vor der Karibikküste von Honduras sind das Verbreitungsgebiet dieser dunkelbraunen bis rötlichbraunen Variante. Sie sind im Vergleich zu den Tieren vom Festland Leuchtender und Farbenfroher. Die durchschnittliche Endgröße der Weibchen liegt bei etwa 200 cm.
Die Insel Roatan, beherbergt 2 Varianten der "La Bahia-Boa's": Diese und noch die, die unter dem Namen "Firebelly's" berühmt geworden sind. "Vater" dieser Tiere ist der Züchter Dennis Sargent aus Florida. Mitten der 90er Jahre hatte der bekannte US-Reptilienhändler Tom C. einige Boa.c.i., die direkt von Roatan stammten, in die USA gebracht. Die Tiere wurden dann von der in Florida ansässigen Reptilienhandlung "Glaches Herb" zum Verkauf angeboten. Unter den Boa's waren einige besondere Exemplare, die am Bauch und an den Flanken eine leuchtend rote Färbung aufwiesen. Dennis Sargent sicherte sich 2 Pärchen mit dem größten Rotanteil und erwarb sie. 2000 glückte ihm die erste Nachzucht. Er vermarktete die Tiere unter dem Namen "Firebelly". Aufgrund einer beruflichen Veränderung musste D. Sargent vor einigen Jahren die Schlangenhaltung für längere Zeit aufgeben. Bedauerlicherweise wurden seine Zuchttiere in alle Winde verstreut, auch die Firebelly's. Bis zum Nachzuchterfolg im Jahre 2007 von Fam. Stöckl bestand keine Möglichkeit, an solche Boas kommen. Selbst Dennis Sargent, der kurzzeitig sein Hobby wieder aufgenommen hat, konnte keine solchen Tiere mehr auftreiben.
Bei richtigen Firebelly's muss die Herkunft bis Dennis Sargent zurückverfolgbar sein. Ist dies nicht der Fall, handelte sich dabei meist um Mischlingsboas oder um rötlich gefärbte Exemplare der Honduras Festlandsvariante, die inzwischen recht häufig nachgezogen wird.
Fotos von Dennis Sargent
